POSITIONEN & THEMEN

(6.8.2012)
Gerne richte ich namens der KPÖ, anlässlich der schon traditionellen Aktion zum Hiroshima-Jahrestag 2012, wieder eine Grußbotschaft an die Hiroshima-Gruppe und die Wiener Friedensbewegung.
Hiroshima und Nagasaki bleiben durch die über den beiden japanischen Städten am 6. bzw. 9. August 1945 gezündeten Atombomben für immer als Symbole der atomaren Bedrohung im Gedächtnis der Menschheit.
Es ist besorgniserregend, wenn 67 Jahre danach die atomare Bedrohung noch immer nicht gebannt ist und die nach dem Ende des Kalten Krieges vorhandene Möglichkeit einer umfassenden atomaren Abrüstung nicht genützt wurde. Im Ergebnis drängen heute neben den offiziellen Atomwaffenmächten weitere Länder nach solchen Waffen und wächst die Gefahr der Anwendung damit zwangsläufig.
Der Hiroshima-Gedenktag sollte daher ein Anstoß sein, mit aller Kraft für die weltweite atomare Abrüstung als Ausgangspunkt für eine allgemeine Abrüstung einzutreten. Ist doch hinlänglich bekannt und erwiesen, dass Rüstung schon in Friedenszeiten tötet, indem gigantische Mittel todbringend verschwendet werden, anstatt sie für soziale, ökonomische, ökologische oder kulturelle Zwecke einzusetzen.
Es ist ein edles Ziel den Waffenhandel einzudämmen und das Geschäft mit dem Tod letztendlich trockenzulegen. Ohne die Lieferung von Rüstungsgütern aller Art durch skrupellose Geschäftemacher würden viele Konflikte rasch beigelegt statt sie auszuweiten, wie sich aktuell am Beispiel von Syrien zeigt.
Nicht zu übersehen ist auch, dass Atomwaffen und die friedliche Nutzung der durch die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima als höchst riskant einzustufenden Atomenergie siamesische Zwillinge sind. Ein Nein zur Atomenergie ist daher immer auch ein Nein zu Atomwaffen.
Namens des Bundesvorstandes der KPÖ und der ganzen Partei wünsche ich viel Erfolg zum Hiroshima-Tag 2012 und bei Euren Aktivitäten im Kampf für eine allgemeine Abrüstung.
Dr. Mirko Messner
Mehr Friedenstermine finden sich unter hiroshima.at .